Inflation bedeutet: Das allgemeine Preisniveau steigt, dasselbe Geld kauft weniger. In Deutschland misst das Statistische Bundesamt sie mit dem Verbraucherpreisindex (VPI). Die EZB strebt mittelfristig 2 % pro Jahr an. Schon 2 % wirken stark: 100 € haben nach 10 Jahren nur noch die Kaufkraft von rund 82 € (100 ÷ 1,02¹⁰).
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Realzins genau: (1 + Nominalzins) ÷ (1 + Inflation) − 1. Beispiel: (1,01 ÷ 1,02) − 1 = −0,98 %. 2022 lag die Inflation in Deutschland im Jahresdurchschnitt bei 6,9 %, 2023 bei 5,9 % (Destatis). Für Immobilien wirkt Inflation in mehrere Richtungen: Die Schuld bleibt nominal gleich und wird real kleiner, Mieten können über Index- oder Staffelmiete mitwachsen (§§ 557a, 557b BGB) – aber auch Baukosten, Instandhaltung und meist die Zinsen steigen. Inflation ist deshalb kein Freifahrtschein, sondern eine Rechengröße.