Kurz gesagt: 300.000 € Darlehen bedeuten bei 4,2 % Sollzins und 2 % Tilgung eine Rate von etwa 1.550 € im Monat. Ein Paar ohne Kinder braucht im ImmoAdv-Modell rund 3.500 € Haushaltsnetto, mit einem Kind etwa 3.890 €, ein Single etwa 3.120 €.
300.000 € finanzieren in vielen Regionen den Einstieg ins Eigenheim. Häufig tragen zwei Einkommen die Rate – deshalb lohnt sich der Blick darauf, was passiert, wenn eines davon zeitweise kleiner wird.
Netto für 300.000 € nach Haushaltstyp
Grundlage ist die Haushaltsrechnung: Haushaltsnetto minus Lebenshaltung, laufende Objektkosten und Rate. Als tragfähig gilt im Modell, wenn danach noch mindestens 10 % übrig bleiben.
Zwei Einkommen: Stärke und Risiko zugleich
Verdienen beide, steigt das Haushaltsnetto deutlich, während die Lebenshaltung je weiterer Person im Modell nur um 350 € wächst. Das macht 300.000 € für viele Paare darstellbar. Banken schauen aber genau hin, ob beide Einkommen dauerhaft sind: Probezeit, Befristung oder ein geplanter Berufswechsel können dazu führen, dass ein Einkommen nur eingeschränkt angerechnet wird.
Planen Sie Elternzeit oder Teilzeit, rechnen Sie den Haushalt mit dem späteren, kleineren Netto durch. Im Checker reicht es, das Haushaltsnetto entsprechend zu senken und ein Kind hinzuzufügen. Bleibt das Ergebnis dann gelb oder rot, ist das ein Hinweis, Tilgung, Darlehenshöhe oder Rücklagen anders zu planen – nicht unbedingt, vom Kauf abzusehen.
Was eine Teilzeitphase konkret bedeutet
Ein Beispiel: Ein Paar hat zusammen 4.200 € netto. Reduziert eine Person für zwei Jahre auf Teilzeit und sinkt das Haushaltsnetto auf 3.400 €, schrumpft der Überschuss nach der Rate um genau diese 800 €. Bei einer Rate von 1.550 € kann aus einer bequemen Rechnung so eine knappe werden. Zwei Stellschrauben helfen: ein Tilgungssatzwechsel, falls vertraglich vereinbart, oder eine Reserve, die eine Phase mit geringerem Einkommen überbrückt.
Viele Darlehensverträge erlauben gegen Aufpreis oder kostenlos einen ein- oder mehrmaligen Wechsel der Tilgung. Fragen Sie danach, bevor Sie unterschreiben – nachträglich lässt sich das selten ergänzen.
Wie stark der Zins die nötige Einkommenshöhe verschiebt
Bei 300.000 € verändert ein Prozentpunkt Sollzins die Rate um 250 € im Monat. Für das nötige Haushaltsnetto bedeutet das im Modell knapp 280 € mehr oder weniger, weil zusätzlich der 10 %-Puffer mitwächst. Der Modellzins von 4,2 % orientiert sich an den durchschnittlichen Bauzinsen für zehn Jahre Zinsbindung im September 2026; Ihr persönliches Angebot kann je nach Bonität, Eigenkapital und Objekt deutlich abweichen.
Häufige Fragen
Reichen 4.000 € netto als Paar für 300.000 €?
Im Modell ja, solange keine weiteren Raten bestehen und die laufenden Objektkosten im Rahmen bleiben: Für ein Paar ohne Kinder liegt der Wert bei etwa 3.500 €. Mit Kind steigt er auf rund 3.890 €.
Wird das Gehalt beider Partner angerechnet?
Wenn beide Darlehensnehmer sind, rechnen Banken in der Regel beide Einkommen an. Einkommen aus Probezeit, Befristung oder schwankenden Bestandteilen wie Boni werden oft nur eingeschränkt berücksichtigt.
Wie lange dauert es, 300.000 € abzuzahlen?
Mit 2 % anfänglicher Tilgung und gleichbleibendem Zins von 4,2 % rund 27 Jahre. Eine höhere Tilgung verkürzt die Laufzeit deutlich, erhöht aber die Rate.
Grenzen dieser Rechnung
Modellrechnung mit gleichbleibendem Zins und ohne Sondertilgung. Einkommensteuer, Kranken- und Sozialversicherung sind im Netto bereits enthalten; individuelle Ausgaben wie Unterhalt oder private Krankenversicherung müssen Sie im Checker selbst ergänzen.